DR. STRATMANN
KUNSTFEHLER
Jupp hat einen neuen Job – Facilitymanager im Universitätsklinikum Bottrop. Er ist für die Hörsäle M1 bis M3 zuständig und übernimmt auch gleich bei seinen Erstsemestern, den Zuschauern, die Erstsemestereinführung der Medizinstudenten. Im Verlauf der Begrüßung weitet er seine Hausmeistertätigkeit auf einen Lehrauftrag als „Doc Hörsaal mit anderem beruflichen Migrationshintergrund“ aus.
Wie immer stehen im Vordergrund die absurdesten Krankengeschichten aus der Kleingartenanlage Bottrop-Batenbrock-Süd und Inges genetische Fortpflanzungsdefekte. Die Zuschauer erfahren vom Flamingo mit dem Raucherbein, dem das gesunde Bein „schon mal präventiv“ amputiert wurde, vom eventsüchtigen Zwenn, von Heini Chwalczyk sein Schwager sein Sohn.
Trotz aller Lachsalven bleibt dem Zuschauer manchmal das Lachen im Hals stecken, denn so lustig die Ausführungen Dr. Stratmanns auch sind, sie haben oft einen ernsthaften Hintergrund – bei Themen wie dem gläsernen Patienten, den Nacktscannern am Flughafen oder der deutschen Fernsehlandschaft wird „Kunstfehler“ zu einem Spiegel der modernen Lebensart mit Seitenhieben auf unser Gesundheitssystem und das Showgeschäft.
Ein Gesundheitsprogramm für alle Hinfälligen, Schwachen, Privatpatienten und Genetikfreaks, weil – Lachen ist die beste Medizin – bei Doktor Stratmann gibt es keine bittere Pille.
Nur am 27. Januar 2012
